Kleine Geschichte des Kendô
Kendô ist zunächst einmal japanisch und bedeutet wörtlich übersetzt: “Schwert – Weg”
Es ist eine Art Fechten im jap. Stil, bei dem das Schwert mit beiden Händen geführt wird. Besonders im mittelalterlichen Japan, stand die Kunst des Schwertkampfes in besonderem Ansehen und war geradezu eine Lebensnotwendigkeit.
In der Moderne entwickelte sich aus dem ursprünglichen Kriegshandwerk der Samurai eine Kunst, das Schwert zu führen. Im 18. Jahrhundert wurde dann aus dem echten Schwert das heutige Bambusschwert “Shinai”. Damit konnten die Kendô-Kämpfer in ihrem Training auch wirkliche Schläge ausführen ohne jemanden ernsthaft zu verletzen.
1873 fand die weltweit erste Fechtvorführung des modernen Kendô in Asakusa, Tokyo statt. Diese Art der Fechtvorführungen erwiesen sich sehr schnell als beliebt bei der Bevölkerung und wurde begeistert aufgenommen. 1909 wurde an der Universität Tokyo der erste Hochschul-Kendô-Verband gegründet. 1928 wurde der Alljapanische-Kendô-Verband offiziell ins Leben gerufen. Diesem nationalen Verband gehören alle professionellen und Amateur-Kendô-Schulen, sowie alle Kendoka, die eine Reihe von Prüfungen in einem Dojo bestanden hatten, an. Das leitende Prinzip des Verbandes war die Förderung der Ideale Kendos auf einem nationalen und internationalen Niveau.
In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg begann die Kunst des Kendô eine neue Blüte auf der ganzen Welt. Bereits ab 1957 fanden die ersten Länderwettkämpfe außerhalb Japans statt.
Kendô könnte heute ohne weiteres zu den olympischen Spielen zugelassen werden, denn die meisten olympischen Sportarten haben sich erst aus der Kunst des Jagens und des Fechtens entwickelt. Heutzutage gehört Kendô zum regulären Lehrplan in den Oberschulen und Universitäten Japans.
Kendô ist sicherlich nicht nur durch seine rein physische Substanz so bekannt geworden, sondern auch durch sein intensives Charaktertraining und seine philosophischen Aspekte.




