Salzburg – die Stadt an der Salzach
Fürstenstadt und Musikhochburg
JEDERMANN … JEDERMANN
Es gibt Gerüchte, dass Salzburg-Touristen nur deshalb Salzburg besuchen, weil sie der Meinung sind, dass die Festung Hohensalzburg aus Salz besteht, die Schneeberge im Winter aus Nockerlmasse und Mozart selbst, die nach ihm benannten Kugeln erfunden hat.
Andererseits könnte man meinen, dass die Bevölkerung der Stadt während der Festspielzeit durch Touristen ausgetauscht wird. Und da es Osterfestspiele, Pfingstfestspiele, Sommerfestspiele, Mozartwochen, Christkindlmarkt gibt, könnte man auf den Gedanken kommen, dass Salzburg nur aus Touristen und Gastronomiepersonal besteht…
Aber Spass beiseite!
Wer Salzburg nur mit Mozartkugeln, Getreidegasse, Salzburger Nockerln und Festspielen gleichsetzt, tut dieser reizvollen Stadt mit ihren barocken Prachtbauten, ihren kirchlichen Heiligtümern und ihrem fast italienisch anmutenden Strassengewirr Unrecht.
Salzburg im “Europatouristen-Verfahren” nach dem Motto: “Morgens in Wien, Mittags in Salzburg, abends in München” zu erleben ist zu wenig für diese Stadt.
Meine Salzburg-Erlebnisse begannen schon in der frühen Kindheit. Jeder Sommerurlaub wurde dazu genützt, wenigstens auf der Hin- oder Rückfahrt in der Stadt an der Salzach vorbei zu schauen. Erst als ich größer war, habe ich von der Schönheit dieser Stadt einiges mitbekommen.
Bei einem längeren Aufenthalt in den siebziger Jahren – zusammen mit meiner japanischen Brieffreundin – habe ich dann während der Salzburger Festspiele nicht nur die Stadt, ihre Kirchen und die Kunstschätze der Vergangenheit kennen gelernt, sondern auch die moderne Stadt erobert. Ein wichtiger Ausgleich für soviel “Kulturschock” war dann stets der musikalische Abend im Festspielhaus, oder an sonst einer Spielstätte anzusehen. “Aida” mit Mirella Freni, “Jedermann” am Domplatz, oder Konzerte – aber auch das Salzburger Marionettentheater standen auf unserem Kultur-Wunschzettel.
Später eroberte ich dann auf eigene Faust die Salzachstadt. Die Festung Hohensalzburg, die Abtei St. Peter (dort gaben dann die Regensburger Domspatzen ein viel beachtetes Konzert zum Jubiläum der Abtei: die Missa St. Henrici des Salzburger Komponisten Heinrich Ignaz Biber), sicher auch die Getreidegasse, aber auch das Schloss Mirabell und vieles mehr.
Für mich zählt diese Stadt daher heute durch ihre liebenswürdige Art zu einer der schönsten österreichischen Städte überhaupt.




